Viele Menschen schreiben mir zuerst mit einer Frage, nicht mit einem Terminwunsch. "Ich weiß noch nicht genau, was ich möchte — darf ich trotzdem kommen?" Ja. Genau für diese Situation ist das Beratungsgespräch da.
Heute erkläre ich, wie die Tattoo Beratung bei mir in München abläuft — damit du weißt, was dich erwartet, bevor du das erste Mal ins Studio kommst.
Wer zur Beratung kommt
Die meisten Menschen, die das erste Mal zu mir kommen, haben etwas gemeinsam: Sie haben eine Idee im Kopf, aber sind unsicher, ob sie "gut genug" ist.
Die Antwort ist fast immer: ja. Kein Motiv ist zu simpel. Keine Frage ist zu naiv. Der einzige Fehler, den man bei einer Tattoo Beratung machen kann, ist — gar nicht erst zu kommen.
Warum ein Erstgespräch nicht standardisiert ist
Ein Beratungsgespräch beim Tattoostudio ist keine genormte Sache. Bei einem Friseur weißt du ungefähr, was passiert. Bei einem Tattoo-Artist nicht unbedingt — jedes Studio läuft anders.
Bei mir ist es kein Verkaufsgespräch und kein Moment, wo ich dir ein bestimmtes Motiv aufschwatze. Ich frage. Ich höre zu. Und dann stelle ich mehr Fragen.
Wie das Gespräch wirklich beginnt
Wenn du das erste Mal zu mir ins Tattoo Studio in München kommst, erzähle ich dir nicht sofort, was ich machen würde. Ich lasse dich erst erzählen.
Woher kommt die Idee? Seit wann trägst du sie mit dir? Was bedeutet sie dir — oder bedeutet sie bewusst nichts und soll einfach schön sein? Das ist genauso ein valider Grund.
Dieser Teil dauert meistens länger, als Menschen erwarten. Das ist Absicht. Je mehr ich verstehe, desto besser wird das Ergebnis.
Was du mitbringen solltest
Kein fertiges Briefing nötig. Bring mit, was du hast:
- Bilder auf dem Handy, die dir gefallen
- Screenshots aus Instagram oder Pinterest
- Fotos von Tattoos, die du schön findest — auch wenn du nicht erklären kannst, warum
Manchmal ist genau dieses "Ich weiß nicht warum ich das mag" die interessanteste Information im ganzen Gespräch.
Wenn du noch gar nichts hast: auch das ist kein Problem. Dann fangen wir einfach mit Fragen an.
Was ich an diesem Tag nicht tue
Beim Erstgespräch tätowiere ich in der Regel nicht.
Ausnahme: Flash-Tattoos — fertige Designs, die sofort gestochen werden können. Das ist ein anderes Format.
Bei Custom-Projekten brauche ich danach Zeit. Ich denke nach, ich entwerfe. Meistens drei bis sieben Tage. Ein Entwurf, der zehn Minuten nach dem Gespräch entsteht, ist kein guter Entwurf.
Warum ich manchmal unbequeme Fragen stelle
Wenn eine Idee noch sehr frisch wirkt — oder wenn jemand eine Körperstelle wählt, die ich aus Erfahrung als problematisch kenne — spreche ich das direkt an.
Das ist keine Kritik. Das ist meine Arbeit.
Ich habe gesehen, was passiert, wenn jemand eine Impulsentscheidung trifft und sie ein Jahr später bereut. Ich möchte nicht derjenige sein, der das einfach durchgewunken hat. Deshalb lieber eine unbequeme Frage mehr als eine zu wenig.
Was nach dem Gespräch passiert
Wenn wir beide das Projekt wollen, beginnt meine Arbeit mit dem Entwurf.
Du bekommst ihn vor dem Termin — nicht erst auf dem Liegeplatz. Das ist mir wichtig. Du sollst Zeit haben, ihn anzuschauen, eine Nacht drüber zu schlafen und am nächsten Morgen noch einmal hinzuschauen. Erst dann macht es Sinn, loszulegen.
Danach vereinbaren wir den eigentlichen Termin.
Bereit für das erste Gespräch?
Wenn du eine Idee hast — auch eine noch unfertige — schreib mir oder buche direkt eine Beratung in München. Das Gespräch kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Nur eine ruhige Unterhaltung darüber, was du dir vorstellst.
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